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Liebe, die: [Substantiv, feminin; Lie|be]

Liebe? Was ist das eigentlich, wovon immer alle reden? Passend zum Valentinstag möchten wir dieser Frage auf den Grund gehen. Und nicht nur das: Wir erklären euch, woher der Valentinstag überhaupt kommt und haben zum Schluss auch noch eine kleine Kurzgeschichte für euch. Also macht es euch gemütlich – denn wir widmen uns dem wohl schönsten Thema der Welt ☺

 

Liebe, die: Definition nach dem Duden:

  • starkes Gefühl des Hingezogenseins; starke, im Gefühl begründete Zuneigung zu einem [nahestehenden] Menschen
  • auf starker körperlicher, geistiger, seelischer Anziehung beruhende Bindung an einen bestimmten Menschen, verbunden mit dem Wunsch nach Zusammensein, Hingabe o. Ä.

 

Das sagt Wikipedia dazu:

Liebe (über mhd. liep, „Gutes, Angenehmes, Wertes“ von idg. *leubh- gern, lieb haben, begehren) ist eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung.

Nach engerem und verbreitetem Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person (oder Personengruppe), die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Das Gefühl der Liebe kann unabhängig davon entstehen, ob es erwidert wird oder nicht. Hierbei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe) oder um eine Geistesverwandtschaft handelt (Freundesliebe, Partnerschaft) oder aber um ein körperliches Begehren gegenüber einem anderen Menschen (Eros).

  

Okay, zugegeben – es gibt romantischere Definitionen von Liebe 😉Aber eine klare Definition für dieses wunderschöne Gefühl zu finden, ist gar nicht so einfach. Wir alle kennen das Gefühl; wir alle wissen, was es bedeutet zu lieben und geliebt zu werden. Dennoch gibt es wohl kein anderes Gefühl, dass so unterschiedlich definiert wird, von dem es so viele verschiedene Auffassungen gibt, das jeder nur für sich selbst interpretieren kann und: für das es wohl gar keine einheitliche Definition geben kann. Liebe ist so Vieles: Liebe ist ein Zuhause, Liebe ist Vertrauen, Liebe ist Stärke, Liebe ist Unterstützung. Uns wird dabei warm um’s Herz und es wandert ganz unweigerlich ein Lächeln auf unsere Lippen.

Aber Liebe kann auch genau das Gegenteil sein: Liebe kann schmerzhaft sein, sie kann uns statt einem Lächeln auch viele Tränen bescheren, Liebe kann eine Enttäuschung sein.

Kein Gefühl ist wohl so ambivalent wie die Liebe. Keine Emotion kann so schön und gleichzeitig so schmerzhaft sein. Nirgends sonst klopfen Freude und Leid stets an die jeweils andere Türe. Aber dennoch wissen wir alle: wir sind ihr ausgeliefert, wir können uns nicht gegen sie stellen, wir können sie nicht ausschalten – und: das wollen wir auch gar nicht. Denn viel zu schön kann das Gefühl zu lieben und geliebt zu werden sein. ♥

Genauso umstritten wie die Definition des Begriffs „Liebe” ist wohl der Tag der Liebenden, der Valentinstag. Die einen hassen ihn, die anderen liebenihn. Viele sehen ihn nur als kommerzielles Produkt, andere sehen ihn als den Tag der Liebe. Aber woher kommt der Valentinstag überhaupt?

Seinen Namen und seinen Ursprung verdankt der Valentinstag dem Bischof Valentin von Terni, dem Schutzpatron der Liebenden. Er kam am 14. Februar gewaltsam zu Tode (allerdings schon im 3. Jahrhundert). Als Schutzpatron der Liebenden hat er trotz einem Verbot Paare getraut und den frisch Vermählten anschließend Blumen aus seinem Garten geschenkt.

Außerdem wird nach einem alten Glauben auch an Juno, die griechische Göttin für Familie und Ehe gedacht. Es wurde ihr zu Ehren ein Altar mit Blumen geschmückt und diese dann an die Frauen verschenkt.

So richtig bekannt wurde der Valentinstag dann aber, zugegebenermaßen, aufgrund der vielen Werbung von Floristen und auch Süßigkeitenherstellern, die damit natürlich auch was verdienen wollen. Aber ganz ehrlich: Wer freut sich nicht über leckere Schokolade oder schöne Blumen? Egal ob am Valentinstag oder einfach so 😉

 

Für all diejenigen, die mit dem Valentinstag nicht soo viel anfangen können (und natürlich auch für alle anderen) haben wir jetzt noch eine schöne Kurzgeschichte, die vielleicht auch zum Denken anregt:

 

Die Insel der Gefühle

Vor langer Zeit gab es einmal eine schöne kleine Insel. Hier lebten alle Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten der Menschen einträchtig zusammen: Der Humor und die gute Laune, der Stolz und der Reichtum, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und die Intuition, das Wissen und all die vielen anderen Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten, die einen Menschen eben so ausmachen. Natürlich war auch die Liebe dort zu Hause.

 

Eines Tages machte ganz überraschend die Nachricht die Runde, dass die Insel vom Untergang bedroht sei und schon in kurzer Zeit im Ozean versinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe, deren Schiff gerade nicht seetauglich war, wollte bis zum letzten Augenblick warten. Sie hing sehr an der Insel.

Als das Eiland schon am Sinken war, bat die Liebe die anderen um Hilfe.

Der Reichtum schickte sich gerade an, auf einem sehr luxuriösen Schiff in See zu stechen, da fragte ihn die Liebe: „Reichtum, kannst du mich mitnehmen?“
„Nein, das geht nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich.“

Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem großen und schön gestalteten Schiff vorbeikam. „Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?“
„Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen“, antwortete der Stolz, „hier ist alles perfekt und du könntest mein schönes Schiff beschädigen.“

Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: „Traurigkeit, bitte nimm du mich mit.“
„Oh Liebe“, entgegnete die Traurigkeit, „ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss.“

Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.

Plötzlich aber rief eine Stimme: „Komm Liebe, du kannst mit mir mitfahren.“

 Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie völlig vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.

Später fragte die Liebe das Wissen: „Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?“

„Ja sicher“, antwortete das Wissen, „das war die Zeit.“

„Die Zeit?“ fragte die Liebe erstaunt, „Warum hat mir denn ausgerechnet die Zeit geholfen?“

Und das Wissen antwortete: „Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist.“

 

In diesem Sinne freut es uns, dass ihr euch die Zeitgenommen habt, den Blogbeitrag bis zum Ende zu lesen! ☺Und jetzt nehmt euch die Zeit mit euren Liebsten und genießt sowohl den Valentinstag als auch jeden anderen „normalen“ Tag mit viel Liebe!

 

 

 

 

Quellen:Duden, Wikipedia, Steirische Spezialitäten Magazin, Nur Positive Nachrichten

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